Biografie

DOGAN AKHANLI wurde 1957 in der Türkei geboren und lebt seit 1992 als freier Autor in Köln. 1998/99 erschien in türkischer Sprache seine Trilogie „Kayip Denizler“ (Die verschwundenen Meere). Der letzte Band der Trilogie „Kiyamet Günü Yargiçlari“ (Die Richter des jüngsten Gerichts) thematisiert den Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915. Die deutsche Übersetzung ist 2007 in Österreich erschienen. Sein Roman „Madonna’nin Son Hayali“ (Der letzte Traum der Madonna) wurde 2005 in Istanbul veröffentlicht. Das Buch dreht sich um die Struma, ein Flüchtlingsschiff, das 1942 im Schwarzen Meer versenkt wurde und 769 jüdische Flüchtlinge in den Tod riss. Sein letzter Roman Babasız Günler (Tagen ohne Vater) wurde 2009 in İstanbul von Turkuvaz Verlag veröffentlicht. Im Oktober 2010 erschien die zweite Auflage seines Romans „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ im Kitab-Verlag, Österreich. Sein erstes Theaterstück in deutscher Sprache „Annes Schweigen“ wurde 2012 in Berlin (Theater unterm Dach) und im Januar 2013 in Köln (Theater im Bauturm) uraufgeführt.

Dogan Akhanli engagiert sich für Erinnerung und Menschenrechte. „Akhanli führt ehrenamtlich türkisch-deutschsprachige Führungen im NS-Dokumentationszentrum
durch, und ist Initiator der Raphael-Lemkin Bibliothek im Allerweltshaus Köln. 2013 erhielt er den „Pfarrer-Georg-Fritze-Preis“ in Köln. Zurzeit arbeitet er als Autor und Rechercheur bei der Recherche international e.V. in Köln.

Veröffentlichungen:

Romane (türkisch)

Ona Sevdiğimi Söyle. Olasılık Verlag, Ankara 2016 [Der Kommmisar und die Sommerrose ]
Madonna’nın Son Hayali.
Olasılık Verlag, Ankara 2015 [Der letzte Traum der Madonna] ·
Fasıl. Telos Verlag, Istanbul 2010 [Fasıl] ·
Babasız Günler. Turkuvaz Verlag, Istanbul 2009 [Tage ohne Vater]
Madonna’nın Son Hayali. Kanat Verlag, Istanbul 2005 [Der letzte Traum der Madonna] Kıyamet Günü Yargıçları. Belge Verlag, Istanbul 1999 [Die Richter des Jüngsten Gerichts]
Gelincik Tarlası. Belge Verlag, Istanbul 1999 [Das Mohnblumenfeld]
Denizi Beklerken. Belge Verlag, Istanbul 1998 [Warten auf das Meer]

Weitere Veröffentlichungen:

1915, Faile Dönüşüm, /Transformation zum Täter von 1915, Erdal Şahin, winterwork 2014

Talat Paşa Davası /Tutanaklar (2 ve 3 Haziran 1921). Herausgeber und Übersetzer: Doğan Akhanlı. Belge Verlag, Istanbul 2003 [Der Prozess Talat Pascha am 2. und 3. Juni 1921]


Romane (deutsch):

Annes Schweigen. (Hörbuch), KSG Produktion, Köln 2016
Die Tage ohne Vater. Übertragen von Önder Erdem. Kitab Verlag, Klagenfurt 2016;  (Original: Babasız Günler, Turkuvaz Verlag 1999)
Die Richter des Jüngsten Gerichts. Übertragen von Hülya Engin. Kitab Verlag, Klagenfurt 2007; 2. Auflage: 2010 (Original: Kıyamet Günü Yargıçları, Belge Verlag 1999)


Weitere Publikationen, Aufsätze und Essays (deutsch): ·

Armenien: Tabu und Trauma 1: Die Fakten im Überblick. von Martin Bitschnau (Herausgeber, Autor, Vorwort), Taner Akçam (Autor), Dogan Akhanli (Autor), Hans-Lukas Kieser (Autor), Dominik Schaller (Autor) 2013
Meine Geschichte – „Unsere“ Geschichte. Türkischsprachige Führungen im NS-Dokumentationszentrum Köln (EL-DE-Haus) In: Neue Judenfeindschaft?: Perspektiven für den pädagogischen Umgang mit globalisiertem Antisemitismus. Jahrbuch 2006 des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt 2006, S. 310-317.
„Reisewege und Alpträume“. In: Armenier in Berlin – Berlin und Armenien. Tessa Hofmann (Hrsg.), mit Beiträgen von Doğan Akhanlı und Yelda, Beauftragter des Senats für Integration und Migration, Berlin 2005, S. 59-61. ·
Köln International: Ein Stadtbuch gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Herausgegeben von Doğan Akhanlı, Christiane Ensslin, Klaus Jünschke, Tanja Motzkau und Carmen Scholz. Edition der Andere Buchladen. Köln 2002.


Theaterstück
Annes Schweigen (Annenin Sessizliği). (Uraufführung: Theater unterm Dach Berlin. 2012), Theater im Bauturm Köln. 2013)

Drehbuch (Spielfilm)
Der gelbe Satin (Sarı Saten). Sonfilm. Köln 2009


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